Portrait

Vita

geb.1951 in Steyr
Studium der Psychologie an der UNI Wien
seit 1998 als Zeichner/Maler/Texter freischaffend
lebt und arbeitet in Steyr und Altaussee

Studienaufenthalte:
2001 in Krumau, Tschechien
2002 in Paliano/Rom, Italien
2013 in Krumau, Tschechien

Ausstellungen

AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN

2014 Galerie Schloss Lamberg, Steyr - SOZIALE GOLDKRISTALLE
2013 Landesmuseum Oberösterreich, Linz, KUNTERBUNT
2013 Nationalpark Kalkalpen, MENSCHEN in der KUNST
2013 Galerie Forum, Wels - SOZIALE GOLDKRISTALLE
2013 Kunstverein Steyr, Schloss Lamberg - 125 Jahre BRG
2010 Justizvollzugsanstalt Garsten - Workshop und Ausstellung
2009 Kunstverein Steyr – FIGUR.ART
2008 Galerie Stalzer, Wien – GOTT HAT KEINE NASE
2008 Galerie mel contemporary, Wien – MULTIPLE
2008 Galerie Brunnhofer, Linz – FACE TO FACE
2008 Galerie mel contemporary, Wien – HIMMEL/HÖLLE/SCHWEINEKRAM – mit Siegfried Anzinger und Peter Pongratz
2008 Museum der KZ-Gedenkstätte, Mauthausen – UN(b)TITELT
2007 mit Galerie mel contemporary – Teilnahme an der ART BEJING
2006 Galerie mel contemporary, Wien – fine/art/brut
2006 Galerie mel contemporary, Wien – Wirklichkeiten
2002 Reithofferhalle (Kunsthalle.tmp), Steyr – Vom Wasser bedeckt
2002 Schloß Svihov/Tschechien – Communicatio
2001 Egon Schiele Art Centrum, Cesky Krumlov – Arbeiten aus den Ateliers
1994 Galerie Paradigma, Linz im Rahmen der „Kunst der Linie“ – Gegen den Strich
1993 Galerie Pohlhammer – Artisti a Pordenone – Italien
1992 Galerie Pohlhammer – Nußdorf am Attersee
1991 Bezirksmuseum Krumau - Tschechien
1989 Galerie Schnittpunkt - Steyr - Weihnachten zu Hause
1989 Galerie Schnittpunkt - Steyr - Der Osterhase war da / oder: Die Angst auf einer Banane auszurutschen.

EINZELAUSSTELLUNGEN

2014 Galerie M16, Kirchdorf, GEORGIRITT
2013 Artothek Freistadt, IN AUSLAGE
2013 Literaturmuseum Altaussee - winter- und sommerfrische Ausseebilder
2012 Kubinhaus Zwickledt, Wernstein - ES, ICH und ANDERICH
2009 Galerie Brunnhofer, Linz – LILOLA
2007 Galerie Paradigma, Linz – -LOS(E)
2006 Galerie Brunnhofer, Linz – -UNG
2005 Galerie mel-art, Wien – FRISONI/FRASONE
2005 Kunstverein Steyr – FRISANE/FRESINO
2004 Galerie Brunnhofer, Salzburg – SAMKEIT II
2004 Kulturhaus Nenzing, Vorarlberg
2003 Galerie Brunnhofer, Linz – SAMKEIT I
1993 MAXIM, Steyr – ÖFFENTLICHER VERKEHR
1991 Galerie Pohlhammer, Steyr – SPRRTZ – Kultur für alle
1990 Rathaus Krumau, Tschechien
1989 Galerie POSTHOF, Linz – ES+KRONENKRAN-ICH 

Texte zur Person

Dr. Martin Hochleitner

Leiter der OÖ Landesgalerie Linz

Einleitung Katalog

In der Entwicklung Autodidakt begann Holub seine Arbeit in den Achtziger Jahren, als die unmittelbare, spontane und oftmals auch sperrige Erprobung expressiver Momente im direkten Zugriff auf die menschliche Figur erfolgte, was als internationales Phänomen mit den Begriffen Transavantgardia bzw. der Malerei der neuen Wilden zusammenfassend beschrieben wurde, bietet nach wie vor den treffendsten Anknüpfungspunkt für grundsätzliche Positionierungsversuche Oscar Holubs, der seit knapp zwei Jahrzehnten an dieser Expressivität und der menschlichen Figur als zentralem Bildgegenstand unverbrüchlich festhält.

Holub bezieht damit sowohl in formaler als auch ikonografischer Hinsicht eindeutige Positionen, die ihm erlauben, ein Bildsystem in radikaler Verknappung zu formulieren. Immer ist er dabei auf eine möglichst dichte Komprimierung eines Bildes ausgerichtet. Form, Farbe, Motiv und Inhalt werden ohne jeglichen rhetorischen Anspruch gebündelt und als persönliche gesellschaftliche Kommunikationsprozesse eingeflochten. Kunst bedeuted für Holub sich selbst im Bild zu konstitutionieren und diese bildgewordene Authentizität über die Kunst gleichsam an die Gesellschaft zurückzugeben. So verschmilzt in seinen Arbeiten auch Existenzielles mit Politischem, Polemisches mit Metaphorischem, Persönliches mit Öffentlichem. Die Zeichnungen und Malereien erweisen sich als unmittelbar und diekt auf den Künstler und seine Welt bezogen. Dabei trifft Lustvolles auf Schmerzhaftes, Elegisches auf Symbolisches. Oscar Holub entwirft einen Kosmos von Bildern aus sich, über sich und in seinem Verhältnis zu jener gesellschaftlichen Realität, die ihn packt, irritiert, fesselt - der er mit seiner Kunst letztendlich jedoch auch die Maske herunterreißt. Martin Hochleitner, April 2003

Dr. Dieter Schrage

Kulturwissenschafter

Anleitung zum Lesen des BILDTEXTBUCHes von Oscar Holub oder: Verderben österreichische Fernsehserien den Geschmack?

Vorab. Eines ist klar, klipp und klar, Stein auf Bein. Oscar Holubs Zeichnungen sind keine Illustrationen seiner lyrischen Texte, und seine Texte sind keine Erklärungen oder Beschreibungen seiner Bilder. Parallelwelten. Doppelter Boden. Oscar Holubs „BILDTEXTBUCH“ sind gefundene Welten, erfundene Welten. „Gespickt mit Symbolen“. „eigentlich nur bildsprache, oft nichtsprache. unsprechlich gezeichnetes, kleine kröten im raum. keine verweise auf, sondern nur emotionale hinweise auf irgend & nirgendwie. meine bildtitel sind meine kurzmöglichsten texte.“ (O. H.) Rot und Grün gehen bei Oscar Holub auf den Strich. Er schafft an. Die Domina ist eine geschwungene Kontur in Schwarz. Und die Farben Sex. Sie treiben es meist irgendwo in der freien Natur. Farbsex in einem schäbigen Hotel oder in einem Eroscenter in der Provinz ist nicht seine Sache. Im Wald und auf der Wiese. Im Tal und auf der Höhe. Rot die Hirschkuh, grün der Hirsch. Oder sind es Gemsen? Ich kenne mich da nicht so aus. Zumindest gibt es viele Katzen und lauernde Tiger; ZUMINDEST Zimmertiger. Aber wir sollten nicht voreilig von Sodomie sprechen, auch wenn immer Tiere im Spiel sind. Es ist ja nur ein Spiel.

Ernst meint es vielleicht der Künstler: „meine arbeiten zeigen in ihrer summe eine landkarte unterschiedlicher sehr fein schattierter emotionaler befindlichkeiten (eigene, fremde, gesellschaftliche) neben und hinter den linien markieren symbolhaft und/oder codiert eingesetzte tiere, formen (oft geometrisch) wie rechteck, kreis, halbkreis…, landschaftsteile, erinnerungsfundstücke aus sehr verschiedenen zeitspannen zusätzliche standpunkte. bildtitel können manchmal die nur bruchstückartig erzählten geschichten einengen, erweitern oder auch verfremden.“ (O. H., meine arbeiten) Wir sind in seiner Bilderwelt die Voyeure. Die Bilder sind die Peepshow. Uns frontal zugewandt. Und meist randvoll. Die Besucher und Besucherinnen sollen ja etwas geboten bekommen für ihr Geld. Und so geschieht auch etwas in den Zeichnungen von Oscar Holub. Oft gezeichnete Minidramen. Aber immer locker ins Blatt gestellt. „ob rot ob blau die sau ist rund und grau… oder schwarzbraun ist doch nur die haselnuß oder liebe ist nur ein wort – simmel – also mir ist eigentlich völlig egal ob rehe wie gemsen, kühe wie hühner schöne wie hässliche breite wie längliche aussehen oder giraffen sehr kurze hälse haben.“ (O. H., -vernissage-, 17. märz 2000) Als Anleitung zum Lesen seines „BILDTEXTBUCHes“ schlage ich vor: Man/frau lese langsam und laut seine Texte – die Bildtexte mindestens zwei Mal – und fahre gleichzeitig mit dem Finger die Konturen seiner Zeichnungen nach. Um das bewerkstelligen zu können, kopieren wir am besten die Texte. Oder wir erwerben gleich zwei Bücher. Oder wir lassen uns eines zum Geburtstag und eines zu Weihnachten schenken und lesen dann. Oder wir werden Mitglied beim ÖBB-VorteilsClub, erwerben eine ermäßigte Fahrkarte und fahren damit ins Ausseerland, kehren in ein Gasthaus ein und hoffen, dass wir hier den Daniel Käfer-Darsteller Peter Simonischek treffen, zahlen ihm ein Bier und bitten ihn, uns Oscar Holubs Texte langsam vorzulesen (die Bildtexte mindestens zwei Mal), während wir mit dem Finger den Konturen seiner Zeichnungen nachfahren. Dabei können wir auch ein Bier trinken. Nur müssen wir im Reisegebäck mindestens eines der Bücher und besagte Fotokopien haben. Dieter Schrage, 2005

PUBLIKATIONEN

Bildtextbuch

M.E.L. Kunsthandel, Wien, 2005
2005 anlässlich der Ausstellung FRISONE/FRASONE in der mel-art-galerie in Wien publiziert

 

 

Katalog Oscar Holub

2003 anlässlich der Ausstellung in der Galerie Brunnhofer in Linz herausgegeben